Ein Korrektorat ist die Prüfung eines Textes auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung.[1][2]
Aufgaben und Umfang
Die Prüfung von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung bildet den Kern eines Korrektorats.[2] Die Typografie wird je nach Definition und konkretem Korrektoratsangebot geprüft oder nicht geprüft.[2] Manche Korrektoren prüfen zusätzlich den Sprachstil, obwohl dies typischerweise zum Lektorat gehört.[2]
Abgrenzung zum Lektorat
Ein Lektorat befasst sich zusätzlich mit der stilistischen Gestaltung und dem Inhalt.[2] Dazu gehören beispielsweise die Logik der Argumentation, die Lesbarkeit und unnötige Wiederholungen.[2] Das Korrektorat ist als letzte Textprüfung sinnvoll, während ein Lektorat häufig deutlich früher beginnt.[2]
Gegenlesen und Zeitpunkt
Nach dem Schreiben kann die nötige Distanz zum eigenen Text fehlen; deshalb sollte die abschließende Fehlerprüfung nicht allein auf dem unmittelbaren eigenen Lesen beruhen.[2] Für einen möglichst fehlerfreien Text empfiehlt sich das 4-Augen-Prinzip.[2] Bei wissenschaftlichen Arbeiten ist ein Korrektorat besonders empfehlenswert.[2]
Gegenlesen durch eine zweite Person
Eine Autorin lässt den fertigen Text vor der Abgabe von einer zweiten Person auf übersehene Fehler prüfen.[2] Das Szenario veranschaulicht das 4-Augen-Prinzip, ohne eine Fehlerfreiheit zu garantieren.[2]
Softwaregestützte Prüfung
Computerprogramme können Texte nur bis zu einem gewissen Grad auf formale Fehler prüfen; insbesondere bei Grammatikfehlern und falsch gesetzten Kommata ist keine vollständig automatisierte Korrektur zu erwarten.[1][2] Software markiert Fehler häufig und versieht sie mit Verbesserungsvorschlägen.[2]
Softwarevorschlag
Ein Prüfprogramm markiert eine Stelle und bietet eine Verbesserung an.[2] Das Beispiel zeigt eine markierte Stelle mit einem Verbesserungsvorschlag.[2]