Szenisches Schreiben verbindet Schreiben mit szenischem beziehungsweise theatralem Spiel.[1][2] Im schulischen Kontext lässt es sich als Verbindung theaterpädagogischer Arbeitsweisen mit Schreibdidaktik einordnen.[2]
Begriff: Schreiben und szenisches Spiel verbinden
Szenisches Schreiben und szenisches Spielen werden in einem gemeinsamen Arbeitszusammenhang verbunden.[1] Der Ansatz umfasst damit sowohl die Entwicklung von Texten als auch deren spielerische Bearbeitung.[2]
Didaktischer Prozess: vom Textanfang zur Aufführung
Ein didaktisch-methodischer Rahmen kann die prozessorientierte Entwicklung eines Stücks von ersten Textansätzen bis zur Aufführung umfassen.[1] Für das szenische Schreiben im Unterricht werden Übungen und Schreibaufträge in einer phasenorientierten Abfolge beschrieben; Arbeitsmaterialien und Schülerbeispiele erläutern diese Abfolge.[3]
Arbeitsformen im Unterricht
Unterrichtliches szenisches Schreiben kann den Dialog mit Themen einer Gruppe, mit Strukturen einer Schulklasse und mit Formen des Dramas suchen.[3] Zu den berücksichtigten Arbeitsaspekten gehören Teamarbeit und individuelle Schreibaufträge für Schülerinnen und Schüler.[3] Die Arbeitsschritte reichen von einer ersten Textproduktion über die spielerische Auseinandersetzung mit Kommunikationsmustern bis zur dramaturgischen Arbeit an entstandenen Szenen.[3]
Schreibanlässe und Textentwicklung
Romanauszüge oder dramatische Konflikte können als Ausgangssituationen dienen, um Rollentexte für eine szenische Verarbeitung zu konzipieren.[4] Bildimpulse können zum Sammeln von Assoziationen und Wortneuschöpfungen dienen, die erste Monologe und Dialoge anregen.[4]
Beispiel: Eine Gruppe nimmt einen Romanauszug als Ausgangssituation, konzipiert Rollentexte und verarbeitet diese szenisch.[4]
Beispiel: Aus einem Bildimpuls sammelt eine Gruppe Assoziationen und Wortneuschöpfungen und schreibt daraus erste Monologe oder Dialoge.[4]
Mediale und kurze Formen
Szenen können durch die Produktion eines Hörspiels sowie durch Filmszenarien, Trailer oder Filmplakate dialogisiert werden.[4] Minidramen sind eine mögliche Kurzform für Unterricht, Theater-AGs und Kurse des Darstellenden Spiels, um einen spielerischen Umgang mit Texten zu erproben.[5] Für kurze szenische Texte können Übungen und Methoden das Schreiben und Spielen verbinden.[5]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Schreiben – Probieren – Spielen: Schreiben – Probieren – Spielen, o. D., abgerufen am 15. Juli 2026.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 AA_Walter_Thomas_TP18_Szenisches-Schreiben.pdf: AA_Walter_Thomas_TP18_Szenisches-Schreiben.pdf, www.theaterwerkstatt-heidelberg.de, o. D., abgerufen am 15. Juli 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 Szenisches Schreiben im Unterricht: Szenisches Schreiben im Unterricht, o. D., abgerufen am 15. Juli 2026.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Szenisches Schreiben: Szenisches Schreiben, o. D., abgerufen am 15. Juli 2026.
- ↑ 5,0 5,1 Praxismaterial: Szenisches Schreiben: Praxismaterial: Szenisches Schreiben, o. D., abgerufen am 15. Juli 2026.