Typografie

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Typografie ist die Lehre von der Gestaltung von Schrift und ihren Anwendungen.[1] Sie umfasst die ästhetische, künstlerische und funktionale Gestaltung von Zeichen und Schriften in Druckwerken, virtuellen Medien und im dreidimensionalen Raum.[1]

Begriff und Gegenstand der Typografie

Typografie wird in Mikro- und Makrotypografie eingeteilt.[2] Die Unterscheidung trennt die Gestaltung und Anwendung der Schrift selbst von dem Gesamtkomplex einer Schriftsatzarbeit einschließlich der Schriftwahl.[1]

Mikrotypografie: Satzdetails, Laufweite und Kerning

Die Mikrotypografie befasst sich mit Details beim Setzen und Layouten von Texten.[2] Zu diesen Details gehören die Laufweite als Abstand zwischen Buchstaben sowie Kerning als Zeichenausgleich bei einzelnen Zeichenpaaren.[2] Mikrotypografische Parameter beeinflussen die Lesbarkeit eines Satzes und den ästhetischen Gesamteindruck eines gesetzten Textes.[2]

Makrotypografie: Aufbau, Satzspiegel und Gesamtwirkung

Die Makrotypografie betrifft Layout und Textgestaltung und legt den optischen Gesamteindruck einer Seite fest.[2] Sie bestimmt Aufbau und Format sowie die Anordnung aller textlichen und grafischen Elemente innerhalb des Satzspiegels.[2] Auch die Schriftwahl und die Größenverhältnisse von Texten zu Bildern zählen zur Makrotypografie.[2]

Beispiel: In einem Informationsblatt werden Überschrift, Fließtext und Bild so angeordnet, dass Schriftwahl sowie Größenverhältnisse von Text und Bild bewusst festgelegt sind.[2]

Schriftwahl sowie das Verhältnis von Text und Bild

Schriften können anhand ihrer Zeichencharakteristika unterschiedlichen Schriftklassen zugeordnet werden.[2] Für diese Zuordnung bestehen verschiedene typografische Klassifikationsmodelle.[2] Die Schriftwahl ist zugleich eine makrotypografische Entscheidung.[2]

Elemente abstimmen und Weißraum gestalten

Bei der makrotypografischen Gestaltung sollen die einzelnen Elemente sinnvoll aufeinander abgestimmt und das Verhältnis von bedruckter zu unbedruckter Fläche passend gewählt werden.[2] Die unbedruckte Fläche wird als Weißraum bezeichnet.[2]

Beispiel: Auf einer Seite mit mehreren Text- und Bildelementen werden die Elemente aufeinander abgestimmt; freie Flächen bleiben gezielt als Weißraum stehen.[2]

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 Typolexikon: Typografie | Definition, Etymologie und Geschichte, Typolexikon.de, 5. Januar 2026, abgerufen am 14. Juli 2026.
  2. ↑ 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 Jutta Werz, Michael Heinecke, Stefan Zeitz: Typografie, abgerufen am 14. Juli 2026.